(Gastbeitrag) Kreatives Selbstportraits

6. Dezember 2015



Was macht ein Fotograf mit einer Leidenschaft für Portraits, wenn er kein Model mehr findet? Er wird selbst zum Kunstobjekt! Fotografie ersetzt für mich den Pinsel und die Leinwand, sie ist eine Ausdrucksform für Emotionen, verrückte Ideen oder Momentaufnahmen.


Fotografie ist für mich ein Gefühl.

Ich bin eher ein Künstler der selbst die absurdesten Ideen umsetzen mag, ich packe mir Sachen zusammen welche ich nutzen will, suche eine Location und improvisiere! Im Laufe der letzten Jahre habe ich mir ein paar Dinge angeeignet, die ich heute kurz mit euch teile.


 Aufgebraucht - August 2014

Worauf wollt ihr die Aufmerksamkeit lenken? Was wollt ihr ausdrücken?
Sind die ersten beiden Fragen die ihr euch stellen solltet – auch wenn ihr improvisiert solltet ihr eine grobe Idee haben was euer Bild vermitteln soll. 


Falls ihr keine Ahnung habt, wie ihr dieses Gefühl durch Gestik und Mimik beim Betrachter erzeugen könnt, sucht Inspiration bei Anderen. Essentiell ist das Gefühl hinter dem Bild, sicherlich könnte man auch platt aufnehmen (wie es bei manchen Fashionfotos der Fall ist). Der Nachteil daran, die Bilder wirken wie distanzierte Gottheiten. Sicherlich ist darin etwas Ästhetisches, aber es gibt solche Fotos wie Sand am Meer und mal ehrlich bleiben euch die Personen auf Modefotografien im Gedächtnis? Mir nicht.

Einsamkeit Winter - Februar 2015

  
 Sommer Schattenspiel - Juli 2015
 
Spielt mit dem Licht – es erzeugt die Stimmung
Viele Hobbyfotografen nutzen natürliches Licht – je nach Tageszeit ist dieses jedoch unterschiedlich.
Das Sonnenlicht morgens und abends kann u.a. dazu genutzt werden eine verträumte Stimmung mit Gegenlichtaufnahmen zu erzeugen. Bei direktem Lichteinfall ist das Licht weicher und farblich nicht so hart Weiß wie Mittags. Diffuses Licht gibt es bei Bewölkung oder Nebel, welches ein schattenfreies Fotografieren ermöglicht (Gesicht schön gleichmäßig ausgeleuchtet).

N.B. Die Farbe des Lichtes ändert sich ebenfalls von Jahreszeit zu Jahreszeit – im Winter ist das Licht eher kühl und bläulich während es im Sommer wärmer ist.


Spiegel Vergangenheit Gegenwart - Februar 2015

Gebt dem Bild eine Struktur bei der Aufnahme
Die oberen Bilder ist bei der Idee entstanden durch einen violetten dünnen Schal zu fotografieren (ganz und teilweise) um dem Bild bereits vor der Bearbeitung eine Struktur zu verleihen. Das Motiv sollte träumerisch meine Liebe zu Vergangenem zeigen auch wenn es sie in der Gegenwart stattfindet.
Solche Strukturen, könnt ihr auf euren Fotos z.B. mit Schals, bemalten Plastikfolien, unfokussierten Gegenständen im Vordergrund (Blumen, Blätter, Gras) erzeugen.

Fokussiert die Augen bei ausdrucksstarken Fotos
Augen sind das Tor zur Seele und sie transportieren die emotionale Message zusammen mit eurer Gestik.


Grecian Oracle - März 2015

Dekoriert euer Bild – macht aus ihm ein Kunstwerk
Schlüpft in eine Rolle – verkleidet euch, seid der der ihr schon immer einmal sein wolltet. Seht das Fotografieren als Spiel, wo ihr der Maler für eine unbemalte Leinwand seid! Kombiniert Gegenstände, nehmt sie mit auf euer Bild, testet munter drauf los und habt Spaß! Erzählt eine Geschichte mit euren Bildern.

Roses - September 2015

Das Thema Nachbearbeitung
In der Post-Produktion kann der Fotograf viel aus einem Bild raus holen und das Licht korrigieren bis die gewünschte Stimmung erzeugt wird. Jedoch sollte man bei der Retusche auch realistisch bleiben, denn niemand hat makellose porenfreie Haut.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig Inspiration liefern. Wie macht ihr das eigentlich mit euren Portraits? Woran orientiert ihr euch? Seid ihr eher spontan oder plant alles durch?


Danke Sabrina für deinen tollen Beitrag zu meinem Adventskalender.
Schaut auch auf >Sabrinas Blog< vorbei!

Kommentare:

  1. Tolle Bilder und super Post!
    Ich bin leider hoffnungslos unfotogen und kriege so hübsche Bilder wie du gar nicht hin - zumindest nicht von mir selbst :D Dich hätte ich auch gern mal ans Model vor der Linse ;)
    Liebste Grüße, Eva.
    Übrigens läuft auf meinem Blog gerade ein kleines Weihnachtsgewinnspiel, ich freue mich wenn du vorbeischaust!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Und ich denke jeder ist fotogen :) es ist eine Übungssache. Man ist immer selbst zu streng mit sich...

      Löschen
    2. Hehe, das mit dem "unfotogen" finde ich lustig. Ich mag es auch nicht fotografiert zu werden. Dabei sehe ich danach eigentlich besser aus als im Original. Ich glaube man muss sich erst daran gewöhnen, auch auf dem Foto zu erscheinen. Tolle Beiträge hast Du. Wenn Du nichts dagegen hast, würde ich Dein Blog in meine Blogroll aufnehmen.

      Viele Grüße Thomas

      Löschen
  2. Schöne Idee, auch mal Selbstportraits zu thematisieren. :)
    Sehr gelungen! :D

    AntwortenLöschen
  3. Schön geschrieben und ich werde mir bestimmt das eine oder andere zu Herzen nehmen :)

    AntwortenLöschen
  4. Ein wirklich interessanter & auch gut geschriebener Post. Toll das man auch einmal eine andere Art von solchen Posts zu sehen bekommt!

    Sophie♥

    AntwortenLöschen