(Gastbeitrag) Kreatives Fotografieren - mit Liebe zum Detail

23. Dezember 2015


Über mich: Jessica Wädt, vom Blog www.tintenliebe.blogspot.de, Hobbyfotografin, Nikon D3200 mit Standardobjektiv.



Viele kennen das: Man erblickt ein tolles Motiv, aber weiß nicht so recht, wie man es einfangen soll. Manchmal ist auch einfach die Luft raus in Sachen Kreativität. Vielleicht helfen euch die folgenden Tipps, um diese frustrierende Situation, besonders in den Fotografie-Anfängen, entgegen zu wirken :-)




Wie fange ich an?



Zunächst einmal ist wichtig, dass ihr ausprobiert. Kein Meister ist vom Himmel gefallen und dass ihr das perfekte Bild beim ersten Shot schon bekommt, ist sehr unwahrscheinlich. Wie wäre es mit einem wortwörtlichen Perspektivenwechsel? Wir nehmen alles immer nur aus einer bestimmten Höhe wahr - wieso nicht mal auf den Boden legen, um eine Türe spielerisch einen anderen kreativen Winkel zu bieten?





Türen oder Fenster sind Objekte, die Euch tagtäglich begegnen, bei Fenstern könnt ihr auch 
Lichtreflexionen super einfangen. (Prag beide Bilder)


Wäre euch sofort aufgefallen, dass ihr hier ein Türschloss mit Verzierung seht? Ihr könnt mit Tiefenschärfe spielen, verschiedene Kanten scharf stellen und ausprobieren, was ihr am schönsten auf ästhetischer Ebene findet. Es gibt in der Kunst kein „Richtig“ oder „Falsch“, was zählt ist Euer Spaß und eure Fantasie :-) Wie wäre es das Foto im Nachhinein mal auf den Kopf zu stellen?  

(Bamberg) 


Zweitens das Licht
(Bamberg)
Wie wäre es damit ein Bild aufzunehmen und im Nachhinein in schwarz / weiß zu setzen? Manche Bilder wirken kontrastreicher und aussagekräftiger, wenn man sie auf Schattierungen in schwarz, grau und weiß reduziert. Man muss manche Momente auch einfach spontan einfangen, so wie zum Beispiel das Bild hier, auf dem das Flugzeug zufällig am Himmel zu sehen war. Modernität vs. Historisches Gebäude und schon erzählt das Bild eine Geschichte. Was zu einem weiteren Tipp führt, nämlich Spontanität. Man ärgert sich manchmal, wenn man ein tolles Motiv sieht und die Kamera nicht griffbereit hat. 




Fotografie kostet Zeit und Geduld. Aber manchmal kann auch ein Schnappschuss gut gelingen, wie auf dem obigen Bild, das in Prag entstanden ist. Mir hat besonders gut der harte Farbkontrast von schwarz und bunt gefallen, als ob man durch ein Zeitfenster sieht. Dies entsteht auch durch die Symmetrie der Pfeiler, was mein nächster Tipp wäre. Versucht doch mal symmetrische Elemente zu finden, die dienen euch zur Orientierung. Wo möchte ich den Kirchturm haben? Soll er versetzt stehen? Symmetrie bildet eine Spannung im Bild zusammen mit der Bildkomposition, also den einzelnen Elementen im Bild. Das Auge dafür kann man schulen, indem man… übt übt übt :-)


Ihr „erfindet“ durch euren eingefangenen Moment eine Art Raum. Das ist das Fundament der späteren Bearbeitung. Um möglichst interessante Spannungsräume zu schaffen, versucht einmal eine Perspektive mit mehrere Objekte hintereinander zu suchen und die Schärfe zu verstellen.



Ich hoffe die Tipps waren hilfreich und wünsche euch eine kreative und schöne Zeit mit eurer Kamera :-)
Jessy

1 Kommentar:

  1. Eine froehliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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