(Gastbeitrag) Wie du großartige Konzertfotografie machst

10. Dezember 2015


Ich habe heute einen tollen Gastbeitrag von >Thomas< für euch, in das er sein komplettes Konzertfotografiewissen eingebracht hat, deswegen bin ich froh, dass er diesen tollen Beitrag für diesen Blog geschrieben hat und gebe gleich an ihn weiter.

Einleitung


Falls Du gern auf Konzerte bist bzw. Bands großartig findest und auch gern fotografierst, dann ist Dir sicherlich schon der Gedanke gekommen auch Konzerte bzw. Bands fotografieren zu wollen. Wenn Du dann auch solch großartige Konzertfotos wie ich gesehen hast, dann ist sicher schon der Wunsch in Dir gewachsen, auch solch großartige Konzertfotos machen zu wollen. So war es jedenfalls mir vor ca. 2 Jahren ergangen.  Ich hatte mir meine erste Spiegelreflexkamera gekauft. Durch Zufall waren meine Frau und ich auf einen Konzert bei einem befreundeten Sänger. Dort erreichte meine Kamera recht schnell ihre Grenzen. Da ich diese Konzertatmosphäre dort sehr cool fand; stand mein Entschluss, mich nun stärker auf die Konzertfotografie zu konzentrieren, recht schnell fest. Falls es Dir genau so geht, wie mir vor zwei Jahren, dann ist dies genau der richtige Blogbeitrag für Dich. Hier wirst Du sämtliche Grundlagen von mir zur Konzertfotografie erfahren. Du erfährst hier; welche Voraussetzungen Du an Kameratechnik, fotografischen Können und für die Akkreditierung mitbringen musst bzw. solltest.

 
Die Kameratechnik

Die Kamera


Deine Kamera sollte eine Kamera mit einem möglichst rauscharmen Fotosensor sein. Die meisten modernen digitalen Spiegelreflexkameras bieten heutzutage solch einen rauscharmen Fotosensor. Natürlich rauscht eine Vollformatkamera wie die relativ teure Nikon D750 weniger als eine sogenannte Cropkamera wie die relativ günstige Nikon D5500. Warum rauscht eine Vollformatkamera weniger als eine Cropkamera? Da eine Vollformatkamera einen wesentlich größeren Fotosensor hat wie eine Cropkamera ihn hat, sind auch die einzelnen Pixel bei einer Vollformatkamera wesentlich größerer als bei einer Cropkamera. Sprich, wenn die D5500 zum Beispiel 24 Megapixel hat und die D750 dazu im Vergleich auch 24 MP hat, dann rauscht die D750 weniger als die D5500. Was ist Bildrauschen? Darauf gehe  ich beim fotografischen Können ein. Ich selbst fotografiere mit einer recht alten Nikon D5100. Zwischen meiner D5100 und der Nikon D5500 liegen mit der Nikon D5200 und der Nikon D5300 noch zwei Modelle.  Beachte bitte dabei; daß je moderner die Kamera ist, um so teuerer auch die Kamera ist. Da die die Nikon D5100 schon recht alt ist und die D5500 recht teuer ist,  würde ich Dir als Mittelweg die Nikon D5200 oder Nikon D5300 empfehlen. Ich  selbst habe von all diesen genannten Kameras nur die Nikon D5100 in Verwendung. Aus diesem Grund wird sich mein gesamter Beitrag über die Konzertfotografie größtenteils auf diese Kamera konzentrieren.


Die Objektive


Für die Konzertfotografie sind lichtstarke Objektive unabkömmlich. An dieser Stelle wären erst einmal die Highclass Objektive 14-24mm 2.8, 24-70mm 2.8 sowie 70-200mm 2.8 zu nennen. Diese sind von Nikon/Canon sehr teuer, aber von Tamron bzw. Sigma um Einiges günstiger zu haben.

Für den Anfang bist Du aber mit einem lichtstarken und recht preiswerten Objektiv 17-50mm 2.8 von Tamron oder Sigma sehr gut bedient.

Falls Dir aber, so wie mir, solch ein 17-50mm 2.8 auch noch teuer ist; dann mache es so wie ich und kaufe Dir am Anfang zuerst ein Festbrennweitenobjektiv von Nikon 35mm 1.8 oder 50mm 1.8. Diese Objektive sind wirklich sehr günstig zu haben und dabei qualitativ sehr hochwertig.

Wahrscheinlich wirst Du am Anfang erst einmal nur kleine Konzerte in Clubs und Kneipen fotografieren und dort meistens nach hinten weg zum Publikum nicht viel Platz haben. Aus diesem Grund empfehle ich Dir das Nikon 35mm 1.8. Da dieses Objektiv bereits zu den leichten Weitwinkelobjektiven gehört, kannst Du damit viel auf das Bild bekommen bzw. brauchst Du nicht so viel Abstand zum Motiv wie zum Beispiel mit dem 50mm 1.8. Ein weiterer Vorteil von diesem Objektiv ist, daß Du es aufgrund seines weiten Winkels auch gut zur Landschaftsfotografie nutzen kannst. Desweiteren ist es wegen seiner starken Lichtstärke auch gut für die Sternenfotografie geeignet. Abgesehen von diesen Bereichen kannst Du es auch sehr gut für die  Architekturfotografie sowie für die Streetfotografie nehmen. Wie Du siehst ist dieses Objektiv sehr flexibel einsetzbar. Dies war auch der Grund, warum dieses Objektiv nach dem mit der Kamera mitgelieferten Kitobjektiv mein erstes zusätzliches Objektiv war. Mit einer Nikon der 5er Reihe bildet dieses Objektiv mit der Kamera eine recht kompakte Kombination. 






Bei allen Vorteilen hat dieses Objektiv jedoch einen Nachteil. Es ist weniger für Portraits geeignet bzw. benötigt man mit diesem Objektiv bei Portraits Einiges an Können. Denn aufgrund des Weitwinkels werden Gesichter unter Umständen verzerrt dargestellt.

Möchtest Du viele Portraits machen bzw. bist Du auf mittleren und nicht kleinen Konzerten; so ist das Nikon 50mm 1.8 ein sehr gutes Objektiv für Dich. Es ist vom Preis übrigens genau so teuer wie das 35mm Objektiv.

Später, wenn Du auf mittleren und großen Konzerten fotografierst, wirst Du lichtstarke Objektiv ab 50mm Brennweite aufwärts benötigen. Aber diese Objektive benötigst Du am Anfang noch nicht. Darum werde ich darauf auch nicht weiter eingehen.


Die Akkreditierung


Wenn Du auf Konzerten fotografieren möchtest, so benötigst Du oftmals eine Akkreditierung. Je größer die Konzerte sind, um so mehr trifft dies zu. Sprich, auf kleinen Konzerten von unbekannten Bands brauchst Du meistens keine Akkredierung.  Wie Du vorgehst, um eine Akkreditierung zu bekommen erkläre ich Dir gleich. Genau so wie Du vorgehst, wenn Du keine Akkreditierung benötigst.

Was ist eine Akkreditierung?


Eine Akkreditierung erlaubt Dir bei einem Konzert Fotos für redaktionelle Inhalte, wie z.B. einer Zeitung oder einem Blog, zu machen. In dieser Akkreditierung stehen die Bedingungen drin, unter welchen Umständen Du Fotos machen darfst. In der Regel bedeutet dies für Dich;  3 Songs und ohne Blitz darfst Du fotografieren. Du kannst allerdings, wenn Du so wie ich freiberuflich tätig bist, auch versuchen die Fotos an die Bands zu verkaufen. Auch dies ist von einer Akkredierung abgedeckt. Nicht abdeckt ist jedoch der Verkauf der Bilder an andere Leute, ausser der Band und den Veranstalter. Auch nicht abgedeckt ist es, wenn Du mit den Bandbildern dann Tshirts oder Tassen oder Ähnliches bedrucken und verkaufen möchtest. Wenn Du bei Facebook oder Instagram diese Konzertbilder veröffentlichen möchtest, so ist auch dies nicht durch eine Akkreditierung abgedeckt. Hier hilft jedoch das Gespräch mit der Band. In der Regel haben sie dann kein Problem damit, wenn Du ihre Bilder bei Facebook oder Instagram veröffentlichst. Oftmals geben sie Dir dann aber vor; welche Bilder  Du, nach der Durchsicht der Bilder durch die Bands, veröffentlichen darfst. Halte Dich dann auch bitte daran. Denn die Bands in der Konzertszene kennen die meisten Konzertfotografen und umgekehrt.

Wie kommst Du eine Akkreditierung?


Du bekommst Sie, in dem Du Dich RECHTZEITIG vor dem Konzert bei dem Veranstalter oder bei der Band meldest und um eine Akkreditierung bittest. Dies kannst Du per E-Mail oder per Telefon machen. Ich persönlich rufe nach Möglichkeit immer lieber an und lasse mir dann per E-Mail die Bestätigung bzw, Akkreditierung zu kommen. Bei Festivals bzw. Konzerten mit mehreren Bands wende ich mich für die Akkreditierung immer an den Veranstalter. Wenn nur eine Band ein Konzert gibt, dann wende ich mich direkt an die Band. Manchmal ist es auch so, daß ich die Band bereits kenne und sie mich bei einem Konzert dabei haben möchten. Dann kümmert sich die Band um meine Akkreditierung.

Um eine Akkreditierung zu bekommen, brauchst Du Referenzen und/oder ein Portfolio an vorhandenen Konzertbildern.

Wie bekommst Du ein Portfolio?


In dem Du auf Konzerten fotografierst. Jetzt sagt Du bestimmt "Moment mal Tom. Du hast doch gesagt, daß ich zum Fotografieren auf Konzerten eine Akkreditierung benötige. Wie soll ich denn ein Portfolio zusammen stellen können, wenn ich ohne Akkreditierung nicht auf Konzerten fotografieren darf?".

Ganz einfach. Du schaust bei Dir daheim an, welche kleine Clubs oder auch Cafe's oder Bar's Bands bei sich auftreten lassen. Dort fragst Du einfach mal nach. Meistens lassen sie Dich dann dort ohne Probleme fotografieren. Oder Du machst es so wie ich. Bei mir im Ort gibt es eine sehr gute Biker-Kneipe, wo auch ab und an Bands auftreten. Dort bin ich hin gegangen, und habe einfach ohne groß zu fragen Fotos von der gerade spielenden Band gemacht. Wichtig war da nur, daß ich nach dem ersten Lied dann kurz die Band gefragt habe, ob es ok ist wenn ich von ihnen Fotos mache. Ich kenne keine einzige Band, welche Etwas dagegen hat bzw. hatte. Sehr wichtig ist aber auch, daß Du Dich mit der Band nach dem Auftritt kurz unterhälst und Deinen Kontakt ihnen hinterläßt. Für Deine spätere Karriere als Konzertfotograf ist es für Dich unabkömmlich in der Szene gut zu vernetzen.

Auf diese Art und Weise, aber auch weil Du durch die Bands dann immer mehr Kontakte bekommst, entsteht bei Dir recht leicht ein gutes Portfolio. Und mit diesem Portfolio sind dann Akkreditierungen kein Problem mehr.


Das fotografische Können oder wie Du am Besten Konzerte fotografierst


Nachdem Dir nun die Vorraussetzungen bekannt sind, welche notwendig sind damit Du erfolgreich ein Konzert fotografieren kannst; komme ich nun dazu Dir zu erklären wie Du am Besten Konzerte fotografierst.

Wann solltest Du als Fotograf bei einem Konzert da sein?


Rechtzeitig vor dem Beginn. Denn so kannst Du in Ruhe Alles abklären. Du klärst dann ab, wo Du stehen darfst oder wie viele Lieder Du fotografieren darfst und wann Du sie fotografieren darfst oder auch ob Du auf die Bühne darfst. Aber am Allerwichtigsten; Du kannst Dich so kurz mit der Band bekannt machen.

Wo solltest Du bei einem Konzert stehen?


Je nachdem, wie viel Platz vorhanden ist, kannst Du überall vor der Bühne stehen. Achte aber, besonders wenn Du im abgesperrten (Fotografen-)Graben stehst, darauf daß Du nicht die anderen Fotografen oder Sicherheitsleute oder das Publikum störst. Ein dicker Fotorucksack oder eine dicke Kameratasche können darum verdammt störend für Dich und die Anderen sein. Ebenfalls solltest Du besser eher dunkel als zu hell gekleidet sein.

Stelle Dich am Besten so auf, daß Du optimal die Künstler in das Bild bekommst. Vergiß dabei aber bitte nicht das Publikum zu fotografieren.



Was solltest Du fotografieren?


Im Prinzip Alles, was cool und interessant ist. Wenn die Band coole Posen macht, halte drauf.




Wenn das Publikum am verrückt am Feiern ist, halte drauf.





Wenn das Bühnenbild gerade eine besonderes Szene abbildet, so halte drauf.




Halte Einzelheiten fest.




Der Serienbildmodus Deiner Kamera ist Dein Freund. Mache bitte sowohl "Kopfschüsse", also Kopfportraits, als auch Shoots wo der halbe Körper des Künstlers zu sehen ist bzw. auch Weitwinkelaufnahmen wo die ganze Band zu sehen ist.






Gehe auch einmal  hinter das Publikum und fotografiere von hinten.





Oder mache mit sehr offener Blende ein Bild von einem Gast vor Dir, welcher gerade ein Handyfoto von der Band macht. Fokussiere dabei auf das Handybild.



Mit welchen Einstellungen an der Kamera solltest Du Konzerte fotografieren?



Du solltest Konzerte im rein manuellen Modus fotografieren. Das heißt; Du stellst den Programmwahlschalter auf M, wie manuell. Bei diesen Programm hast Du die volle Kontrolle über das, was Deine Kamera macht. Sprich, Du bist für die richtige Belichtungszeit und richtige Blendeneinstellung selbst verantwortlich. Es gibt nicht Wenige, welche sagen daß die Blendenautomatik S für diese Art der Fotografie besser ist. Und es gibt auch Einige, welche sagen daß die Zeitautomatik A für diese Art der Fotografie besser ist. Ich bin aber felsenfest der Meinung, daß einzig und allein der vollmanuelle Modus M für diese Art der Fotografie der Richtige ist. Warum? Bei der Zeitautomatik A habe ich den Nachteil, daß die Kamera zu lange belichtet und darum das Bild unscharf wird. Bei der Blendenautomatik S habe ich den Nachteil, daß sich irgendwann die Blende nicht weiter öffnen kann und und darum das Bild zu dunkel wird. Leider gibt es bei dieser Halbautomatik S noch einen weiteren Nachteil. Wenn die Blende sich automatisch weit genug geöffnet hat und dementsprechend ein genug helles Bild heraus kommt; dann kann es sein, daß das Bild trotzdem unscharf ist. Wieso ist das so? Die Belichtungszeit war doch kurz genug, so daß es eigentlich ein scharfes Bild geben müßte. Richtig, sie war kurz genug. Da jedoch die Halbautomatik die Blende sehr weit öffnet, in diesem Fall wird es meistens mit dem 35mm oder 50mm Objektiv f1.8 oder f1.4. sein, hast Du einen sehr kleinen Schärfebereich. Wenn dann der Autofokus nicht einhundertprozentig sitzt, dann wird das Foto unscharf. Und da auf der Bühne zumindest meistens Action angesagt ist, ist es mit einer sehr offenen Blende schwierig den Autofokus wirklich einhundertprozentig dort zu platzieren, wo Du ihn platzieren möchtest.

Desweiteren solltest Du auch die ISO manuell verstellen und die nicht der ISO Automatik überlassen. Auch hier streiten sich die Gelehrten. Ich jedoch stelle die ISO lieber manuell ein. Denn so habe ich die komplette Kontrolle über die richtige ISO. Während nämlich die Kamera versucht, daß für sie optimale Bild zu erstellen und nicht weiß wie ich mir das Bild vorstelle; kann ich im komplett manuellen Modus das für mich optimale Bild voreinstellen. Paßt dies dann nicht, so kann ich an den entsprechenden Stellschrauben nachjustieren. Am Anfang hatte ich die ISO Einstellung sehr oft der ISO Automatik überlassen, welche


Meine Einstellungen auf Konzerten für optimale Fotos


Als Faustformel habe ich mir zum Einstieg bei einem Konzert diese hier gemerkt:

  • ISO 2000
  • f2
  • 1/200sek
  • AF auf Servo
  • mittenbetonte Messung oder Spotmessung
  • Fotos im RAW Format, denn so kannst du auch vermasselte Fotos eventuell noch retten
  • Fotos immer im Modus Serienbild fotografieren. So bekommst Du genau die Action drauf und die Wahrscheinlichkeit, daß das Foto scharf ist, steigt enorm.

Lösungsansätze für verschiedene Probleme


Das Bild ist wegen Bewegungsunschärfe unscharf:


  • Du mußt die Belichtungszeit kürzen. Dies geht geht, in dem Du entweder die Blende weiter öffnest oder die ISO erhöhst oder Beides machst.

Der Fokus sitzt nicht richtig bzw. das Motiv ist nicht überall dort scharf, wo Du es möchtest:


  • Du mußt die Blende etwas schließen. Achte hier aber bitte darauf, daß nun das Bild nicht unterbelichtet wird. Sollte dies der Fall sein, so mußt Du entweder die Belichtungszeit verlängern oder aber die ISO erhöhen oder Beides tun.

Das Bild rauscht stark:


  • Du mußt die ISO herunter drehen. Achte hier aber die darauf, daß nun das Bild nicht unterbelichtet ist. In diesem Fall mußt Du entweder die Belichtungszeit verlängern oder die Blende weiter öffnen oder Beides tun.

Was ist eigentlich "Bildrauschen"?


Beim Bildrauschen ist ein Bild um so körniger, je lichtempfindlicher der Sensor eingestellt ist. Sprich, je höher Du die ISO stellst, um so größer wird die Gefahr daß das Bild anschließend am Rauschen ist. Sicherlich kennst Du noch aus der Analogfotografie die verschiedenen ISO Angaben auf dem Film. Je höher dort die ISO war, um so höher war dort auch die Wahrscheinlichkeit, daß das Bild recht körnig war. Es also rauschte. Ruf Dir mal bitte ein altes Foto von Auftritten wie zum Beispiel von "The Beatles" in Erinnerung. Hier siehst Du, daß die Bilder von dieser Band größtenteils Schwarz/Weiß und recht körnig sind.

Das Bild ist unterbelichtet, sprich zu dunkel oder überbelichtet, sprich zu hell:


  • Schraube in diesem Fall an ISO, Belichtungszeit oder Blende herum. Schau Dir aber zuerst die Einstellung Deiner Display Helligkeit an. Ist diese Helligkeit nicht auf Mitte, Null oder Neutral gestellt; so kann es sein, daß Dein Vorschaubild zu hell oder dunkel angezeigt wird. Du sitzt dann dem Irrtum auf, daß Du es falsch belichtet hast.

Merke Dir bitte generell:


  • Ein unscharfes Bild kannst Du nur schwer retten. Darum sollten bzw. müssen Deine Bilder scharf sein.
  • Ein Bild, wo Du den Fokus falsch gesetzt hast, kannst Du schwer retten. Darum muß der Fokus sitzen.
  • Ein Bild, welches rauscht, kannst Du noch mittels Bildbearbeitungsprogramm retten bzw. entrauschen. Da jedoch bei dieser Bearbeitung unter Umständen Feinheiten verloren gehen, solltest Du für ein scharfes Bild die ISO nur so hoch drehen wie nötig aber nicht so hoch drehen wie möglich.


Zum Schluß noch ein Wort von mir: Gehe an die Konzertfotografie locker und nicht verkrampft ran. Habe Spaß daran. Vermische bitte Party machen und Fotos machen nicht. Du wirst nur die Zeit und Konzentration für Eines von Beiden haben. Benutze Deinen Ohren zu liebe Gehörschutz Schau dazu bitte auf Amazon. Dort wirst Du Gehörschutz finden, wie ihn auch Musiker benutzen. Dieser Gehörschutz ist zwar nicht ganz billig, aber jeden Cent wert.

Ich wünsche Dir nun viel Spaß und Erfolg beim Konzertfotos machen!

Wenn ihr mehr von Tom lesen wollt, schaut gerne auf  >seinem Blog< vorbei!

Kommentare:

  1. Ein ausgesprochen schöner und interessanter Beitrag !
    Im Moment ist das Fotografieren von Konzerten für mich noch nicht
    so relevant, aber gelesen und für gut befunden.

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  2. Das ist sehr interessant aber wohl eher auf professionelles / semiprofessionelles Equipment bezogen.
    Bei professionellen Kameras lassen sich Blende, Zeit und Leitzahl meist mit einem Klick verstellen, wobei es bei einfachen Kameras dafür erst einen Ausflug ins Menue bedarf.
    Was soll denn ein Fan mit einer ganz normalen Kamera beherzigen, damit er tolle Fotos mit nach Hause nehmen kann.
    LG Klaus

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    1. Eine "normale" Kamera ist eher für solche Fotos ungeeignet, weil sie ein sehr kleinen Sensor besitzen, der keine hohe ISO-Zahlen verträgt, meist der Zoombereich zu klein ist und das Objektiv - speziell im Tele-Bereich - nicht wirklich lichtstark ist.

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    2. @Grumbeersupp:
      Nein, dafür brauch man keine professionelle/semiprofessionelle Ausstattung. Ich habe all diese Bilder oben mit einer Nikon D5100 gemacht. Das ist eher eine gehobene Einsteigerkamera. Kostenpunkt für das Gehäuse um die 350-400 Euro. Mit einem lichtstarken Objektiv wie dem Nikon 35mm 1.8 für rund 170 Euro hat man für rund 550 Euro eine Topkamera zu einem günstigen Preis.

      Als Fan bei einem großen Konzert wird es schwierig ohne Akkreditierung überhaupt schwierig mit einer digitalen Spiegelreflexkamera Bilder machen zu können.

      @Waldemar: Es kommt drauf an, was man unter einer normalen Kamera versteht. Mit der von mir verwendeten D5100 kann man bis ISO 2000 gehen.

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  3. Danke für die tollen Tipps. Dehr informativ!
    Lg Sandra von onlinetagebuchvonsandra.blogspot.com

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  4. Hallo, netter Blogbeitrag aber leider zwei Kleinigkeiten vergessen. 1.) man darf meistens nur bei den ersten 3 Titeln / die ersten 10 Minuten beim Konzert aus dem Fotograben fotografieren (bekommt man meist am Einlass nochmal gesagt) weshalb das umherlaufen auch mal hinter das Publikum eher nur bei Festivals und OpenAirs möglicht ist. 2.) Es gilt ebenso die Regel "ohne Blitz" Wer also einen Blitz auch nur Ansatzweise während der ersten 3 Lieder einsetzen wollen würde würde von anderen Fotografen UND dem Sicherheitspersonal des Pits verwiesen werden. Enjoy.

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  5. Du schreibst im Text man solle nicht ein zu offene Blende verwenden, wegen der Schärfentiefe und dem Fokuspunkt. In deiner Faustformel setzt du aber eine Blende von f2 voraus, was eine geringe Schärfentiefe hat. Wieder spricht sich das nicht. Also bleibt nur ISO hoch und Rauschen in Kauf nehmen, oder klär mich bitte auf

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